Seilziehen um Bauland

Ende 2017 möchte die Bündner Regierung den neuen kantonalen Richtplan in Kraft setzen. In diesem muss die Bewirtschaftung von Bauland neu geregelt werden. Einige Gemeinden kriegen zusätzliches Bauland, andere müssen abgeben. Diskussionsstoff – keine Gemeinde gibt gerne Bauland ab.

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Bildlegende: Mit dem neuen Raumplanungsgesetz soll der Umgang mit Grünflächen sorgsamer gestaltet werden. Keystone (Symbolbild)

Auf einen Vorstoss aus dem Parlament erklärt die Bündner Regierung, dass der Kanton über zuviel Land für Wohn-, Misch- und Zentrumszonen verfügt. Und dass diese nicht dort liegen wo mit einem grossen Bevölkerungswachsum gerechnet wird. In Graubünden ist das besonders auf den ländlichen Gebieten der Fall.

In rund 80 Bünder Gemeinden wurde in den letzten Jahren viel Land für Zweiwohnungen bereitgestellt. Nach der Annahme der Zweitwohnungsinitiative braucht es dieses aber nicht mehr. Es könne sein, dass dort Bauland ausgezont wird, um gleiches in Zentrumsgebieten zu schaffen, heisst es auf Anfrage beim Bündner Amt für Raumentwicklung.

Damit setzt der Kanton das neue Raumplanungsgesetz des Bundes um. Dieses möchte der Zersiedelung entgegenwirken und fördert den sorgsamen Umgang mit Grünflächen. Die Bündner Regierung möchte noch dieses Jahr den neuen kantonalen Richtplan mit Zonenplan vorlegen. Läuft alles nach Plan, tritt er Ende 2017 in Kraft.