«Sind mit einem blauen Auge davon gekommen»

Der Bündner Rebbaukommissär Hans Jüstrich hat sich in den letzten Tagen ein Bild von den Frostschäden von Ende April gemacht. Er rechnet damit, dass einzig die Winzer in Zizers im Herbst mit Ertragseinbussen rechnen müssen. Über alles gesehen, sei man mit einem blauen Auge

Erfrorener Rebtrieb. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Frost hat Schäden in den Bündner Rebbergen angerichtet. SRF

«Ich gehe davon aus, dass in der Bündner Herrschaft im Herbst keine Ertragsausfälle zu beklagen sein werden», zu diesem Schluss kommt der Bündner Rebbaukommissär. Er hatte sich in den letzten Tagen in den Rebbergen ein Bild von den Schäden gemacht.

Anders sehe es allerdings in Zizers aus. «Dort müssen die Winzer wohl mit etwa 20 Prozent tieferen Erträgen rechnen», sagt Hans Jüstrich. Die Massnahmen um Frostschäden zu vermeiden, hätten unterschiedlich gewirkt, sagt Jüstrich.

Erfolgreich waren laut Jüstrich die Frostkerzen im Rebberg, die hätten die Temperatur um etwa 2 Grad Celsius erhöht. Weniger gebracht habe das Aufreissen des Bodens und der Einsatz eines Helikopters in Zizers.

Nun gelte es, die Erfahrungen aus diesem Frühling zu sammeln. Bei einem nächsten Frost könne man dann darauf zurückgreifen.