Abstimmung Trimmis Umstrittener Veloweg von Trimmis nach Chur

Die Gemeinde Trimmis stimmt am 12. Februar über einen Kredit für einen Veloweg nach Chur ab. Die Vorlage ist umstritten, unter anderem gibt die Linienführung zu reden.

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Bildlegende: Der Radweg von Trimmis nach Chur ist umstritten. ZVG

Bereits im Jahr 1986 war ein Radweg nach Chur an der Gemeindeversammlung von Trimmis ein Thema. Jetzt wird es konkret und die Bevölkerung befindet über einen Kredit von 340'000 Franken. Den Rest der Kosten übernehmen die Stadt Chur, der Kanton Graubünden und der Bund.

Die Gemeindeversammlung hatte sich im letzten Jahr hinter das Projekt gestellt. Gegen den Beschluss wurden allerdings Unterschriften für ein Referendum gesammelt. Die Kritikern sind unter anderem mit der Linienführung nicht einverstanden.

Angedacht ist ein Veloweg, der weg vom Talboden Chur und Trimmis verbindet. «Das Projekt ist sinnlos, der Weg müsste der Kantonsstrasse entlang gebaut werden», sagt Peter Odenius, Mitglied im Referendumskomitee.

Dem widerspricht Gemeindepräsident Roman Hug. Die geplante Route würde auf bestehenden Wegen geführt. «Ein Veloweg bei der Deutschen Strasse macht keinen Sinn, das würde viel teurer», erklärt Hug. Komme hinzu, dass in der Nähe entlang des Rheins bereits eine Veloroute bestehe.

Ziel der geplanten Veloverbindung ist es, dass beispielsweise Pendler dazu animiert werden vom Auto auf das Velo umzusteigen. Der Weg ist dann auch explizit als Radweg für den Alltagsverkehr deklariert. Sollte die Bevölkerung am 12. Februar Nein sagen, wäre das Projekt gescheitert, heisst es bei der Gemeinde.