Umweltverbände blitzen vor Gericht ab

Umweltorganisationen wie der WWF und Pro Natura sowie der Schweizer Fischereiverband haben im Streitfall um den Ausbau der Wasserkraft in der Bündner Talschaft Lugnez eine Niederlage erlitten. Das Bündner Verwaltungsgericht lehnte ihre Beschwerde ab.

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Bildlegende: Blick auf Stausee und Zervreilahorn. Keystone

Wie die Kraftwerke Zervreila AG am Mittwoch mitteilte, lehnte das Gericht die Beschwerde von Umweltorganisationen und Fischern «in allen Punkten» ab. Die Begründung fehlt noch.

Der WWF war am Mittwoch noch gar nicht im Besitz des Gerichtsurteils. Anita Mazzetta, Geschäftsführerin des WWF Graubünden, stellte aber auf Anfrage klar: «Wenn wir eine Chance sehen, dann werden wir diesen Fall ans Bundesgericht weiterziehen.» Dazu haben die Beschwerdeführer einen Monat Zeit.

Fische haben zu wenig Wasser

Die Umweltverbände und Fischer hatten vor allem moniert, das Projekt sehe zu wenig Restwassermengen vor. Deshalb dürfe kein weiteres Wasser entnommen werden.

Das Vorhaben der Zervreila Kraftwerke ist eines der aktuell grössten Kraftwerkprojekte im Kanton Graubünden mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Franken.