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Unmut in der Region Gesundheitszentrum Savognin nimmt Stellung

Legende: Audio Einschätzungen von RTR-Redaktor Federico Belotti abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
03:57 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 07.11.2018.

Die Leitung des Gesundheitszentrums Savognin hat Stellung genommen zu der in den letzten Wochen laut gewordenen Kritik. In verschiedenen Leserbriefen haben Leute aus der Region ihrem Ärger Luft gemacht.

Berichtet wurde von vielen Ärztewechseln in den letzten Jahren. Kaum habe man sich an einen Arzt gewöhnt, reiche er die Kündigung ein oder werde entlassen. Die Grundfrage bei allen Leserbriefen war dieselbe: «Was ist los im Gesundheitszentrum»?

Gestern Abend haben die Verantwortlichen an einer öffentlichen Veranstaltung auf die Kritik reagiert. Federico Belotti war für das Rätoromanische Radio vor Ort.

SRF News: Erstmals haben sich die Verantwortlichen ausführlich zu der Kritik geäussert, nicht anwesend war allerdings der Direktor, warum?

Federico Belotti: Es war angedacht, dass der Direktor Red und Antwort steht. Aber die turbulenten Zeiten sind nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Er ist seit einer Woche krank geschrieben.

Die verschiedenen Leserbriefe in den Zeitungen haben ein Bild der Unruhe in diesem Spital aufgezeigt. Was haben die Verantwortlichen dazu gesagt?

Die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Direktion haben unter anderem Fehler zugegeben. Man habe Schwachstellen in der Organisation und in der Führung festgestellt. Aus heutiger Sicht habe man zu spät reagiert. Mittlerweile habe man aber verschiedene Massnahmen umgesetzt. Unter anderem sei man nun auch bei den Ärzten personell gut aufgestellt. Das sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen. Mann hoffe nun, dass Ruhe einkehrt und man das Vertrauen der Patienten zurückgewinne.

Gab es eine konkrete Antwort, warum es zu dieser Unruhe im Spital kam?

Eine abschliessende Antwort gab es keine. Unruhe hat es vor allem aufgrund der vielen Wechsel gegeben. Da das Spital mit sinkenden Patientenzahlen kämpft wurden Sparmassnahmen eingeleitet. Das führte auch zu einer Reduktion der Stellenprozente bei den Ärzten. Diese Umstrukturierungen haben sicher für eine gewisse Unruhe gesorgt. Die Verantwortlichen haben aber mehrmals betont, dass von den diversen Chefärzten, die gegangen sind, man nur einem gekündigt habe. Der Rest sei freiwillig gegangen.

Was denken Sie: Konnten die Verantwortlichen die Bevölkerung am Dienstagabend beruhigen?

Zum Teil schon. Ich denke, die Bevölkerung hat es geschätzt, angehört zu werden. Dass 150 Leute an die Info-Veranstaltung gekommen sind, zeigt, dass Spital und Altersheim eine grosse Bedeutung im Tal haben. Viele sind aber auch etwas frustriert nach Hause gegangen, sie sagten mir, man wisse nun eigentlich nicht viel mehr als vorher.

Das Gespräch führte Silvio Liechti.

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