Von Häusern und Hütten - das Bündner Kunstmuseum übers Bauen

«Uninhabitable Objects» heisst die diesjährige Sommerausstellung des Bündner Kunstmuseums in Chur. Es geht um die Behausung, um ein existenzielles Grundbedürfnis des Menschen. Gezeigt werden bis Ende August Arbeiten von zehn Kunstschaffenden.

Ein metallenes Haus in kleiner Modellform Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thomas Schütte stellt in Chur sein Objekt «One Man House» aus. zvg

Architektur- und Design-Verliebte werden bei dieser Ausstellung wohl enttäuscht. Es geht vielmehr um die grundsätzliche Lust des Menschen, sich ein «Nest» zu bauen. Thematisiert werden die Schutzfunktion des Hauses oder der Hütte sowie die Möglichkeit, sich in Räumen zu verstecken, sich zurückzuziehen oder einfach zu träumen.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die Menschen in stabilen Häusern lebten, werde die Hütte als Denk- und Rückzugsort wieder wichtig, sagt die Konservatorin des Bündner Kunstmuseums Katharina Ammann gegenüber «Regionaljournal Graubünden» von SRF1.

Die schon bei Kindern zu beobachtende Lust des Bauens setze sich fort in künstlerischen Konzepten, die sich mit der mentalen Begeh- und Erlebbarkeit des Raumes auseinander setzten.

Gezeigt werden Objekte, Installationen, Fotografien und Videos von Benjamin Appel, Bianca Brunner, Gabriela Gerber/Lukas Bardill, Catrin Lüthi K, Christof Rösch, Thomas Schütte, Gaudenz Signorell, Not Vital und Rachel Whiteread.