Weniger Übernachtungen in Graubünden trotz Traumsommer

Es war ein Juli der Spitzenklasse, warm, sonnig und kaum Regen. Trotzdem vermochte die Bündner Hotellerie nicht davon zu profitieren. Entgegen dem Schweizer Trend sind die Übernachtungen, im Vergleich zum letzten Jahr, zurückgegangen.

Bein mit Wanderschuh auf einer Bergwiese Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Minus 25'000 Übernachtungen im Juli: Graubünden verliert erneut Sommergäste. Keystone

Schweizweit konnte der Tourismus im Juli zulegen. Trotz Frankenstärke haben in Schweizer Hotels mehr Gäste übernachtet. Im Juli verzeichnete die Hotellerie rund 4,1 Millionen Logiernächte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das eine Zunahme von knapp 4 Prozent.

Ein anderes Bild zeigt sich in Graubünden. Dort haben 4,4 Prozent weniger Gäste übernachtet. «Die Enttäuschung ist gross», bilanziert Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden. Man habe dieses Resultat nicht erwartet.

Eigentlich habe die Branche gehofft, den erwarteten Rückgang bei den Deutschen Gästen durch Schweizer Touristen zu kompensieren. Dies sei nun, trotz Prachtswetter, nicht gelungen. «Dies löst eine gewisse Ratlosigkeit aus», sagt Wyrsch.

Schweizweit konnten die Tourismusdestinationen vom vermehrten Zustrom aus den Golfstaaten und aus China profitieren.