Wie die «Pro Val Lumnezia» für ihre Legitimation kämpft

Die Bündner Strukturreform hat Folgen für regionale Institutionen wie beispielsweise die «Pro Val Lumnezia». Sie hat sich in den letzten Monaten neu aufgestellt, und sie will ihr Know-how auch in Zukunft einsetzten.

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Bildlegende: Der Verein möchte verstärkt zu einer Anlaufstelle für Einheimische und Feriengäste werden. RTR

Seit über 25 Jahren setzt sich die «Pro Val Lumnezia» für die Region ein. Über 60 Projekte habe man realisiert in dieser Zeit, sagt Geschäftsführer Silvio Capeder. Diese Arbeit möchte die Organisation auch nach der Bündner Strukturreform weiterführen.

Damit dies möglich ist, hat sich die Organisation Ende letzten Jahres eine neue Rechtsform gegeben. Der Verein «Pro Val Lumnezia» ist die Nachfolgeorganisation der bis anhin vom Kreis Lugnez getragenen gleichnamigen Organisation. Auch seine Ziele hat der Verein angepasst. In Zukunft will er verstärkt zur Anlaufstelle für Einheimische und Feriengäste werden.

Aufgaben von Region und Gemeinde?

Im Zuge der Strukturreform hat sich die «Pro Val Lumnezia» auch die Frage der Legitimation gestellt. Man sei zum Schluss gekommen, dass es den Verein trotz den Reformen und der Umverteilung von Aufgaben noch brauche.

Geschäftsführer Silvio Capeder sagt dazu: «Die politischen Gemeinden und die Regionen können nicht alle Aufgaben übernehmen. Eine unabhängige Anlaufstelle wie die ‹Pro Val Lumnezia› braucht es unbedingt».

Beim Kanton sagt Simon Theus vom Amt für Gemeinde, man wünsche sich natürlich starke Gemeinden und schlagkräftige Regionen. Aber auch eine «Pro Val Lumnezia» habe weiterhin ihre Legitimation. Sie könne sich ergänzend für das Wohl der Region einsetzten.