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Graubünden Wirrwarr um Adula-Abstimmung

Ein Nationalpark, 17 Parkgemeinden und völlig unterschiedliche Abstimmungstermine und -verfahren – es herrscht ein Chaos.

Legende: Abstimmungsergebnisse Parc Adula: Die 17 Gemeinden aus den Kantonen Graubünden und Tessin stimmen bis zum 27. November über den Parkvertrag ab. srf

Ab Donnerstag wird in den 17 Parkgemeinden über den Parc Adula abgestimmt. Unterschiedliche Abstimmungstermine, verschiedene Abstimmungsverfahren und Unstimmigkeiten bei der Frage, wer die Öffentlichkeit wie über die Abstimmungsresultate informiert, sorgen für Unruhe. Auch ein Brief der Parkverantwortlichen in letzter Minute sorgt für mehr Verwirrung als Klarheit.

Start am Donnerstag

Ab Donnerstag wird abgestimmt über den Parc Adula. Den Anfang macht die Gemeinde Soaza in Südbünden. am Freitag entscheiden diverse Gemeinden auf der Nordseite an ihren Versammlungen.

Es kann per Handmehr oder – wie von vielen Gemeindevorständen vorgeschlagen – schriftlich abgestimmt werden. Gemeinden wie Vals oder Vrin wollen ihre Abstimmungsresultate direkt nach dem Entscheid veröffentlichen.

Wirrwarr um Stimmenzählen

Anders beispielsweise in Hinterrhein. Dort wird am Freitag an der Gemeindeversammlung schriftlich abgestimmt, ausgezählt werden die Stimmen aber erst am Abstimmungssonntag.

Auch Splügen stimmt am Freitag ab. Die Resultate werde man an der Versammlung – wie immer – sofort verlesen. Die Öffentlichkeit werde man dann aber erst am Sonntag informieren.

Infos durch Parc Adula

Beim Parc Adula hätte man sich gewünscht, dass alle Gemeinden zuerst die Parkverwaltung und erst danach die Öffentlichkeit über die Abstimmungsresultate informieren. Ursprünglich sollten alle Informationen durch die Parkleitung erst ab Sonntagmittag bekanntgegeben werden.

Heute aber sagt Parkdirektor Martin Hilfiker auf Anfrage von Radio SRF, man werde ab Donnerstag laufend informieren auf der eigenen Homepage und auf Facebook. Ob das jetzt auch tatsächlich so ist, werden wohl erst die Abstimmungstage zeigen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth Hasler (hasler)
    Bei einer Ausmarchung wie dieser, welche die Menschen mobilisiert und "gwundrig" macht, wie der Stand der Dinge beim Resultat ist, ist es wohl das Beste und Gescheiteste, den Ausgang jeweils zügig bekannt zu geben. Ansonsten kommt es bloss zu Indiskretionen und falschen Mutmassungen. An verschiedenen Tagen in 17 Gemeinden abzustimmen und das Resultat jeweils unter dem Deckel zu halten bis zur Gesamtveröffentlichung durch die Parkleitung, ist illusorisch. Da gibt es nichts hinein zu deuteln.
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  • Kommentar von Elisabeth Hasler (hasler)
    Von Wirrwarr zu reden, ist weit übertrieben. Es spielen einfach die basisdemokratischen Gepflogenheiten in den Gemeinden, nichts weiter. Dass da nicht alles "auf Linie" abgewickelt wird, aber nichtsdestotrotz im korrekten Rahmen bleibt, spricht gerade für das kantons- und sprachübergreifende Grossprojekt bei dem 2 Kantone, 17 Gemeinden und 3 Sprachgruppen involviert sind. Manche haben einfach Mühe mit der sprichwörtlichen Vielfalt der CH und insbesondere mit der des Kantons Graubünden.
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