WWF macht Beschwerde gegen Wolfsabschuss

WWF Schweiz wehrt sich gegen den Abschuss von zwei Wölfen am Calanda in den Kantonen Graubünden und St. Gallen. Die Umweltorganisation reicht Beschwerde bei den beiden Verwaltungsgerichten ein.

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Bildlegende: Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung. (Symbolbild) Keystone

Mit der Abschussbewilligung für die beiden Jungwölfe des Calanda-Rudels werde bereits normales Wolfsverhalten als potenzielle Gefahr dargestellt, kritisiert der WWF. Statt die Wölfe abzuschiessen, sollten sogenannt «wenig scheue» Wölfe mit einem Sender ausgestattet werden. Dieses für Wölfe unangenehme Erlebnis wäre die bessere Vergrämungsmassnahme und würde auch einem verbesserten Monitoring dienen.

Insbesondere müssten aber Futterquellen konsequent beseitigt werden. Denn bis die Abschussbewilligung erteilt worden sei, sei der Umgang mit Futterquellen im Wolfsgebiet fahrlässig gewesen.

Pro Natura wählt anderen Weg

Die Organisation Pro Natura verzichtet auf eine Beschwerde, will sich aber auf dem politischen Parkett weiterhin für eine besonnene Wolfspolitik einsetzen. Beide Umweltorganisationen kommen zum Schluss, dass die rechtlichen Grundlagen derzeit ungenügend sind, um unmittelbar drohende Abschüsse zu verhindern.

Die neu in der Jagdverordnung festgehaltenen Abschussbedingungen seien so offen formuliert, dass den Behörden bei der Anwendung kaum Schranken gesetzt seien, schreibt Pro Natura.

Die vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe des Calanda-Rudels ist bis Ende März befristet.