200'000.- sparen, zum Beispiel beim Kinderschutzzentrum

Vor einem Jahr entschied das St. Galler Parlament, die Beiträge für soziale Einrichtungen um 200'000 Franken zu kürzen. Das sind rund fünf Prozent des Gesamtbudgets. Das Sozialamt hat nun eine erste Auslegeordnung erstellt und sieht vor allem bei der Verwaltung Sparpotenzial.

Platanenhof Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kleinere und grössere soziale Einrichtungen bekommen im Kanton St. Gallen künftig weniger Geld. Keystone

Durchleuchtet wurden insgesamt elf Institutionen, sagt Andrea Lübberstedt, Leiterin des kantonalen Amts für Soziales. Bei der Suche nach Sparpotenzial habe man sich von der politischen Diskussion im Parlament leiten lassen: «Man wollte nicht unbedingt die Betreuungsqualität abbauen».

Bei einem Vergleich der verschiedenen Insitutionen habe sich gezeigt, dass vor allem in der Verwaltung noch Möglichkeiten bestünden, weniger Geld auszugeben. Tiefere Beiträge bekommen laut Lübberstedt künftig vor allem grössere Institutionen wie das Kinderschutzzentrum oder das Jugendheim Platanenhof. Auch die kleineren Institutionen sollen künftig eine lineare Kürzung von rund 0,5 Prozent hinnehmen müssen. Genaue Zahlen sind bisher nicht öffentlich.

Ausgenommen bei beiden Massnahmen ist einzig das Frauenhaus St. Gallen. «Wir würden sehr viel Schaden anrichten für verhältnismässig wenig Einsparungen», sagt die Leiterin des Sozialamts. Keine Rolle habe die politische Diskussion vor einem Jahr im Parlament gespielt. Dort hatten sich linke Politiker vehement für das Frauenhaus eingesetzt.