«2015 war das spannendste aber auch anspruchsvollste Jahr»

Markus Kobler ist Kommandant der Grenzwachtregion III. Diese beinhaltet die Kantone St. Gallen, Graubünden, die beiden Appenzell, Glarus und das Liechtenstein. Ein Gespräch über Flüchltinge, Personalmangel und die kommenden Herausforderungen.

An ihre eigenen Grenzen kam die Grenzwache im vergangenen Jahr besonders in der Ostschweiz. Im Rheintal kamen im Herbst zu Spitzenzeiten über 500 Flüchtlinge an. Für diese Arbeit halfen auch andere Grenzwachtregionen aus. «Wir waren sehr froh über die gute Zusammenarbeit», sagt Kommandant Markus Kobler.

Wegen dem Migrationsstrom hatte die Ostschweizer Grenzwache laut Kobler weniger Personal für Patrouillen. «So konnten weniger Fahrzeuge auf Drogen, Waffen und Einbruchwerkzeuge kontrolliert werden.»

Mehr Grenzwächter gefordert

Der Bund will 48 zusätzliche Grenzwächter für die ganze Schweiz ausbilden. «Dieses Zeichen ist wichtig», so Kobler. 48 sind für ihn jedoch zu wenige. «Ich hätte gerne 50-60 zusätzliche Mitarbeiter alleine im Osten der Schweiz.»

Zu dem Szenario, dass bald mehr Flüchtlinge über die Bündner Südtäler kommen, weil die sogenannte Balkanroute zu beschwerlich wird, äussert sich Kobler zurückhaltend. Sie seien mit dem Kanton daran, ein Konzept auszuarbeiten.