Appenzeller Bahnen starten ein Jahr später mit Durchmesserlinie

Ursprünglich hatten die Appenzeller Bahnen (AB) geplant, mit dem Bau der Durchmesserlinie im Herbst 2014 zu beginnen. Der Baustart verschiebt sich um ein Jahr, da das Projekt von anderen Bauten abhängig ist, wie beispielsweise dem Umbau des Bahnhofplatzes in St. Gallen.

Am Projekt selber und auch an der Finanzierung habe sich nichts geändert, teilen die AB mit. Die Bauarbeiten der verschiedenen Teilprojekte müssten jedoch gut aufeinander abgestimmt sein, da sie voneinander abhängig und teilweise komplex seien. Deshalb habe sich der Baustart um ein Jahr verschoben, so Bahndirektor Thomas Baumgartner. Finanziell liege man im Budget.

Neue Fahrzeuge

Die AB möchten zwölf neue Fahrzeuge der Tango-Serie der Stadler Rail kaufen. Damit wäre die Flotte der AB einheitlich. Fünf der bisherigen Wagen der Trogenerbahn übernimmt die «transport public neuchâtelois». Die Anschaffung der neuen Fahrzeuge kosten rund 95 Millionen Franken. Die AB schreiben, dass «der Kauf über eigene Mittel und Kredite am Kapitalmarkt» finanziert werde.

Fredy Brunner als Verwaltungsratspräsident

An der Generalversammlung der AB im Juni soll der bisherige Vizepräsident des Verwaltungsrates, Fredy Brunner, zum Präsidenten gewählt werden. Die heutige Präsidentin, Anita Dörler, soll Vize-Präsidentin werden.

Die wichtigsten Informationen zur Durchmesserlinie

Zwischen Trogen und Teufen soll ein Viertelstundentakt angeboten werden.
Dazu sind auf der Strecke St. Gallen – Trogen und St. Gallen – Gais – Appenzell Anpassungen nötig.
Grösstes Teilprojekt ist hierbei der Ruckhaldentunnel bei St. Gallen.
Die heute getrennten Linien im AB-Bahnhof St. Gallen werden verbunden.
Die Kosten betragen rund 90 Millionen Franken. Davon sind 63 Millionen für den Bau des Ruckhaldentunnels vorgesehen.