Innerrhoder Kirchgemeinden Ausländer sollen mitbestimmen können

Kirche Weissbad - im Hintergrund der Alpstein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Pfarreien (hier St. Martin in Weissbad) sollen die ausländischen Mitglieder stimmen und wählen können. Keystone

Die Kirchgemeinden in Appenzell Innerrhoden sollen die Möglichkeit erhalten, ihren niedergelassenen ausländischen Mitgliedern das Stimm- und Wahlrecht zu erteilen. Der Grosse Rat hat einer entsprechenden Änderung der Kantonsverfassung deutlich zugestimmt.

  • Die Standeskommission empfahl das Volksbegehren zur Annahme. Die Integration über die Einbürgerung wäre zwar der sicherere Weg, sagte Landammann Roland Inauen. Die Kirchenverfassung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden beider Appenzell sehe aber schon heute die Möglichkeit des Stimm- und Wahlrechts auch für Ausländerinnen und Ausländer vor.
  • Weil aber die Kantonsverfassung stärker ist als die Kirchenverfassung, können die Kirchgemeinden diese Möglichkeit nicht umsetzen. Aus diesem Grund soll die Kantonsverfassung nun entsprechend geändert werden. Die Initiative wird der Landsgemeinde unterbreitet.