Restwasser Flüsse Ausserrhoden will endlich seine Flüsse sanieren

Lange galt der Kanton in Sachen Restwasser als Schlusslicht: Nun will Appenzell Ausserrhoden seine fünf Flüsse möglichst schnell sanieren. Dabei will er sogar über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Fluss im Wald Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In den Flüssen soll ein Mindestwasserstand garantiert sein. Keystone

  • Schon 1992 hat sich das Schweizer Volk in einer Abstimmung für einen Verfassungsartikel zur Regelung der Restwassermengen in Flüssen ausgesprochen.
  • Bis ins Jahr 2012 wurde in den meisten Kantonen wenig zur Sanierung der Gewässer getan. Kritiker wie der Schweizerische Fischereiverband oder Pro Natura warfen verschiedenen Kantonen Schlamperei vor. Die Kantone würden sich einseitig auf die Seite der Kraftwerkbetreiber stellen.
  • Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hatte noch Ende 2014 kaum 40 Prozent der nötigen Schritte zur Sanierung seiner fünf Flüsse unternommen.
  • In der Zwischenzeit hat der Kanton die Planung vorangetrieben und auch das Gespräch mit den Nachbarkantonen St. Gallen und Appenzell Innerrhoden sowie den Kraftwerkbetreibern gesucht. Man stehe vor eine Lösung, die über das gesetzlich geforderte Minimum hinausgehe, heisst es beim zuständigen Amt für Umwelt.
  • Auch der Kanton Graubünden, der lange Zeit zu den Nachzüglern gehörte, hat den Anteil der sanierten Gewässer markant gesteigert. Mittlerweilen soll dieser bei rund 85 Prozent liegen. Graubünden gehört zu den Kantonen mit den meisten Fliessgewässern und der grössten Anzahl an Wasserkraftwerken.