Ausserrhoder Krankenkassenprämien steigen überdurchschnittlich

Die Krankenkassenprämien steigen in Appenzell Ausserrhoden im nächsten Jahr um 5,4 Prozent. Weniger stark von der Teuerung betroffen sind die Kantone Appenzell Innerrhoden, Thurgau und St. Gallen: Hier steigen die Prämien zwischen 2,2 und 3,8 Prozent.

Ein leerstehendes Bett in einem Spitalzimmer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Appenzell Innerrhoden weist weiterhin die tiefsten Standardprämien auf. Keystone

Gesamtschweizerisch steigen die Prämien der obligatorischen Grundversicherung 2016 für Erwachsene um durchschnittlich 4 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) informierte.

Im Kanton St. Gallen beträgt der Anstieg 3,8 Prozent, in Ausserrhoden 5,4 Prozent, in Innerrhoden 2,2 Prozent und im Thurgau 3,4 Prozent.

Beide Appenzell gehören zu den günstigsten Kantonen

Erwachsene bezahlen 2014 landesweit im Durchschnitt eine Prämie von 428 Franken, das sind monatliche Mehrkosten von 16.30 Franken. St. Gallen mit 394 Franken, Thurgau mit 386, Appenzell Ausserrhoden mit 371 und Innerrhoden mit 327 Franken liegen alle unter dem gesamtschweizerischen Mittel.

In Innerrhoden steigen die Prämien am wenigsten stark an und der Appenzeller Halbkanton weist weiterhin auch die tiefsten Standardprämien auf. Auch Ausserrhoden gehört - trotz dem vergleichsweise hohen Anstieg - noch immer zu den günstigsten Kantonen. Die höchsten Prämien zahlen die Versicherten in Basel-Stadt und Genf.

Junge Erwachsene kommen besser weg

Bei jungen Erwachsenen (19 bis 25 Jahre) fällt die Teuerung in allen Ostschweizer Kanton unterdurchschnittlich aus. Die Erhöhung der Standardprämie liegt im Schweizer Durchschnitt bei 3,6 Prozent, in Appenzell Ausserrhoden bei 2,9 Prozent, im Thurgau bei 2,4 Prozent, im Kanton St. Gallen bei 1,9 Prozent und in Appenzell Innerrhoden bei 0,1 Prozent.

In Appenzell Innerrhoden muss für ein Kind im nächsten Jahr sogar durchschnittlich 2,1 Prozent weniger an Krankenkassenprämien bezahlt werden. Mit 1,2 Prozent (AR), 1,0 Prozent (TG) und 02, Prozent (SG) liegt der Aufschlag auch in den restlichen Ostschweizer Kantonen bei den Kindern markant unter dem Durchschnitt von 3,9 Prozent.