Schifffahrt auf dem Bodensee Austritt aus Dachverband wird zum Thema

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Bildlegende: Neue Ideen werden vom Dachverband nicht aufgenommen, findet die Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft AG. Keystone

Aktueller Auslöser: Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft AG (SBS) hält neu in Konstanz, auf einer Strecke, auf der sie bisher nur in Kreuzlingen gehalten hat. Die deutschen Bodensee Schiffsbetriebe GmbH (BSB) verlangen von der SBS Gebühren, wenn sie in Konstanz anlegen will. Bei den Schweizern stösst dies auf Unverständnis, da dies nicht üblich sei.

Position der deutschen Bodensee Schiffsbetriebe GmbH: Man befinde sich in einer Konkurrenzsituation. Die SBS würden nun eine Strecke befahren, die vorher nur durch deutsche Schiffe bedient wurde. In dieser direkten Konkurrenz sei es nur logisch, wenn die SBS wie alle anderen Schiffe behandelt werde und die entsprechenden Gebühren bezahlen müsse.

Möglicher Austritt: Dieser aktuelle Streit sei typisch für die Stimmung innerhalb des Dachverbandes VSU (Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein) heisst es bei der SBS. Mit neuen Ideen würden sie regelmässig auf taube Ohren stossen. Der Verwaltungsrat werde nun über einen möglichen Austritt aus dem Dachverband diskutieren.

Der Dachverband

Im Dachverband «Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein» (VSU) sind vier Unternehmen vertreten: Die deutsche «Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH» (BSB), die österreichische «Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt GmbH & Co. KG» (VLB) und die beiden Schweizer Unternehmen «Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft AG» (SBS) und die «Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein» (URh).

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