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Ostschweiz Bäckerei-Sterben in der Ostschweiz

Bäckereien habe es seit Jahren schwer. Gut 60 Prozent des Brotes verkaufen Coop und Migros. Jedes Jahr schliessen 50 Betriebe ihreTore. Dieser Trend hält auch in der Ostschweiz an. Seit 2005 wurden jährlich sieben Bäckereien geschlossen. Die meisten machten zu, weil der Nachfolger fehlte.

Bäcker in Backstube. Sie machen Biber.
Legende: Alfred Sutter betreibt in Appenzell eine Bäckerei. Von dort aus beliefert er mehrere Läden. zvg

Jedem Dorf seine Metzgerei und seine Bäckerei. Dieses Bild gehört längst der Vergangenheit an. Immer mehr Bäckereien schliessen ihre Betriebe. Nicht nur, weil die Konkurrenz der Grossverteiler da ist, auch weil Nachfolger fehlen.

2005 gab es in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Glarus, den beiden Appenzell und Schaffhausen noch 300 Bäckereien, die Brot produzierten.

Heute sind es noch um die 230 Betriebe. Und dieser Trend halte an, sagt Guido Strässle, Sekretär des Ostschweizer Bäcker- und Konditorenmeisterverbands gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1.

Das Bäckerei-Sterben lasse sich vom Verband nicht aufhalten, meint Strässle weiter. Der Verband setze heute um so stärker auf eine gute Ausbildung des Bäckernachwuchses und auf die Weiterbildungen der Berufsleute.

Keine Bäckerei zu haben, wäre kein Zustand!
Autor: Franz MüllerGemeindepräsident Waldkirch

Dort wo Bäckereien schliessen, werden häufig deren Verkaufsläden weitergeführt als Filiale und dies von benachbarten Bäckereien. So beispielsweise in Waldkirch SG. Dort wurde zwar die Backstube in der Dorfbäckerei geschlossen, der Laden wird aber weitergeführt von einer Bäckerei in St. Gallen. Diese produziert die Backwaren in der eigenen Backstube in St. Gallen, bringt die Ware dann vor Ort in den Laden nach Waldkirch, wo sie verkauft.

So hat Waldkirch, wie viele andere Ostschweizer Gemeinden, ihre Bäckerei und damit einen wichtigen Treffpunkt für die Dorfbevölkerung behalten können. Für den Gemeindepräsidenten Franz Müller ist klar: «Auch wenn das Brot nun angeliefert wird, so haben wir doch unseren Laden behalten können. Keine Bäckerei zu haben, das wäre kein Zustand. Wir sind froh über diese Lösung.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Meng Ernesto, Scuol
    Hoffe,dass die Gaumen der zukünftigen Verantwortungsträger, sich durch Gummbärli schmeckende Getränke die Geschmack Synapsen im Gaumen und Rachen, Zunge, nicht auf einmal ruinieren und den Unterschied von einem Brot von d. Grossverteiler und dem der Dorfbäckerei unterscheiden können.Ein Brot vom Dorfbäcker, kann ich ohne Probleme drei vier Tage geniessen. Das der Grossverteiler ist bereits am ErstenTag weich oder trocken wie Chäferkot.Bleibt mutig liebe kleinen Bäcker. Danke,dass es Euch gibt.
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