Besserer Sozialplan für Mitarbeiter der Müller Martini im Thurgau

Die Sozialpartner der Firma Müller Martini in Felben-Wellhausen haben sich auf einen Sozialplan geeinigt. Die Angestellten haben diesem am Dienstagabend mit grosser Mehrheit zugestimmt. Die Gewerkschaft Syna ist zufrieden mit den Verhandlungen und lobt das Unternehmen für sein Verhalten.

Das Firmengebäude von Müller Martini in Felben-Wellhausen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Umsätze von Müller Martini sind in den letzten Jahren massiv zurückgegangen. Keystone

Die Firma Müller Martini macht Buchbindesysteme. Sie hatte in den letzten Jahren mit Umsatzeinbussen zu kämpfen. Darum sah sie sich zu Entlassungen gezwungen. Im Sommer war gar von einer Schliessung des Standorts Felben-Wellhausen mit 340 Mitarbeitern die Rede. Im September gab die Firma bekannt, dass der Standort erhalten bleibt.

Rund 40 Mitarbeiter sollen dort in Zukunft in einem Know-how-Center für Klebebindungen arbeiten. Für die fast 40 Lehrlinge habe man inzwischen eine Lösung gefunden. Für die übrigen gilt ein Sozialpan. Dieser beinhaltet unter anderem:

  • Über 58jährige Angestellte werden nicht entlassen. Sie haben eine Jobgarantie.
  • Die Kündigungsfrist für Angestellte zwischen 55 und 57 Jahren ist auf sechs Monate verlängert worden.
  • Wer neu am Hauptsitz in Zofingen arbeiten muss, dem bezahlt das Unternehmen die Fahrtkosten. Zudem werden den Angestellten eineinviertel Stunden Arbeitsweg pro Tag als Arbeitszeit angerechnet.
  • Die Abgangsentschädigungen im Falle von Kündigungen ist verbessert worden.

Die Gewerkschaft Syna zeigt sich zufrieden über den Ausgang der Verhandlungen. «Die Firma war sich ihrer Verantwortung bewusst und interessiert daran eine Lösung zu finden», sagt Guido Schluep gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1.

Die Kündigungen sollen Ende November ausgesprochen werden. Wie viele das sein werden, kann die Firma im Moment nicht sagen.