Bis jetzt keine Belege für Misshandlungen im Empfangszentrum

In einem Artikel der Sonntagszeitung schreibt ein deutscher Journalist über angebliche Missstände im Empfangszentrum Kreuzlingen. Doch die Behauptungen sind nicht überprüfbar. Politiker fordern deshalb eine Untersuchung.

Aussenansicht Empfangszentrum mit Mauer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein deutscher Journalist gab sich als Aslybewerber im Empfangszentrum Kreuzlingen aus. Keystone

Wenn es stimmen würde, was die Sonntagszeitung in der letzten Ausgabe veröffentlicht hat, dann wären die Zustände im Empfangszentrum in Kreuzlingen unhaltbar: Dann würden Asylsuchende geschlagen und gedemütigt, dann würden Schlepper im Zentrum verkehren, dann müsste man annehmen, dass sich mindestens ein Mitglied einer Terrororganisation im Zentrum aufhält.

Der Artikel hat Staub aufgewirbelt, aber die Fakten lassen sich bis jetzt nicht überprüfen. Doch die Politik und die Behörden können die Behauptungen nicht ignorieren. Unter anderem sagt der Ausserrhoder Ständerat Andrea Caroni, dass man die Vorfälle untersuchen muss – wenn nötig auch durch eine externe Stelle.

(SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr)