Böses Erwachen aus dem Winterschlaf

In Teilen der Ostschweiz ist es der wärmste Winter seit über 100 Jahren. Die milden Temperaturen locken nicht nur die Menschen nach draussen, auch die Tiere haben schon Frühlingsgefühle. Igel und Frösche erholen sich diesen Winter zu wenig und verbrauchen zu viel Energie.

Igel in einer Hand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Igelzentrum in Kreuzlingen mussten dieses Jahr schon 28 Igel gepflegt werden. zvg

Sie schlafen noch gar nicht, sie schlafen nur ab und zu oder sie sind schon wach. Die milden Temperaturen machen den Igeln zu schaffen. Obwohl die Böden tagsüber auftauen, sind sie in der Nacht noch gefroren. Nahrung ist wenig vorhanden, es fehlt an Regenwürmern und Käfern. Die Igel sind abgemagert und schwach.

«Igel, die sich nun tagsüber bewegen, mit denen stimmt etwas nicht. Diese sollte man in eine Kartonschachtel stecken, wägen und eine Igelstation kontaktieren», sagt Roschie Schmitz vom Igelzentrum in Kreuzlingen.

Viele Frösche sterben

Auch die Amphibien leiden unter dem milden Winter. Sie sind einerseits anfälliger für Krankheiten und verbrauchen andererseits zu viel Energie, weil sie sich jetzt schon bewegen. Sie seien schon erschöpft und abgemagert, bevor sie sich überhaupt zur Laichwanderung aufmachen, meint Amphibienspezialist Jonas Barandun.

Deshalb würden viele Frösche diesen Winter nicht überleben. Dies sei allerdings nicht so schlimm, da sich die Froschpopulation schnell wieder erholen würde, so Barandun.