Bund gibt Kanton Thurgau einen Korb

Es bleibt beim Verbot: Kein Streptomycin im Schweizer Obstbau. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist auf einen Antrag zur Wiedererwägung aus dem Kanton Thurgau nicht eingetreten. Das bestätigt der Sprecher des BWL gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz.

Äpfel an einem Apfelbaum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Streptomycin-Verbot: Jetzt hofft der Kanton Thurgau auf gutes Wetter. Keystone

Volkswirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer habe den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis genommen, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mit. Vertreter des BLW, des schweizerischen und der kantonalen Obstverbände sowie der kantonalen Beratungsstellen hatten sich zu einer Aussprache getroffen.

Kanton hofft auf gutes Wetter

Nun sei zu hoffen, dass die klimatischen Bedingungen während der Blütezeit optimal verliefen und nur ein möglichst kleiner Feuerbrand-Infektionsdruck entstehe, heisst es im Communiqué aus Frauenfeld. Die Fachstelle Pflanzenschutz prüfe eine koordinierte Rücknahme des Mittels Streptomycin von den Obstbauern.
Noch offen sei, ob das BLW eine allfällige Rückerstattung finanziere. «Obstversuche und Forschungsarbeiten müssen nun mit Hochdruck weiter vorangetrieben werden, um möglichst schnell weitere Erkenntnisse im Kampf gegen das Feuerbrandbakterium zu erlangen», schreibt der Kanton Thurgau.