Bund spart bei der Integration - St. Gallen will sich wehren

Der Bund plant Kürzungen bei den Integrationspauschalen für Flüchtlinge. Dabei entsprechen sie bereits heute nicht den realen Kosten. Der Kanton St. Gallen übernahm bisher den Mehraufwand und hofft weiter darauf, dass die Bundesbeiträge doch noch erhöht werden.

Flüchtlinge in der Küche Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: St. Gallen will die Integration von Flüchtlingen mit Kursen fördern. Keystone

Das Sparpaket des Bundesrats wird sich auf die Integrationspauschalen für Flüchtlinge auswirken, die die Kantone erhalten: Der Bund plane dort ab 2018 jährliche Einsparungen von 7,8 Millionen Franken, schreibt die St. Galler Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation aus dem Kantonsrat.

Für die Integration stehen vom Bund bisher 6'000 Franken pro Person zur Verfügung. Rund 80 Prozent davon fliessen in der Regel in Deutschkurse. Diese Pauschale reiche aber bereits heute nicht aus, um die Flüchtlinge so auszubilden, dass sie den hohen Anforderungen des hiesigen Arbeitsmarkts genügten, stellt die Regierung fest.

Der Kanton habe bereits auf verschiedenen Wegen versucht, auf den Bund einzuwirken, damit dieser seine Beiträge für die Integration erhöhe oder zumindest «nicht sogar noch senke», schreibt die Regierung.