Zum Inhalt springen
Inhalt

Ostschweiz Care-Migrantinnen: St. Gallen will Anlaufstelle einrichten

Wer im Kanton St. Gallen eine Care-Migrantin einstellen möchte, soll sich künftig an eine Anlaufstelle wenden können. Dort wird auf mögliche Schwierigkeiten hingewiesen. St. Gallen setzt zusammen mit Zürich auf Sensibilisierung.

Legende: Audio Aufklärung statt Ausbildung (Markus Wehrli, 2.5.2013) abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
01:33 min, aus Regi Ostschweiz vom 02.05.2013.

Erst wollte der Kanton St. Gallen eine Ausbildung für Care-Migrantinnen anbieten, hat dies jetzt aber aufgeschoben. Einerseits weil es schwierig sei, an diese Frauen heranzukommen und sie keine Ausbildung wollten. Andererseits weil der Kanton St. Gallen unter massivem Spardruck stehe, wie Roman Wüst, Generalsekretär des Gesundheitsdepartementes, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» erklärt.

Information statt Konfusion

Unbestritten sei aber, dass es diese Care-Migrantinnen gebe, sagt Wüst. Sie seien auch willkommen, weil es an Personal im Pflegebereich mangle.

Die Arbeitsbedingungen von Care-Migrantinnen sind meist schlecht, sie sind arbeitsrechtlich kaum geschützt und haben oftmals keine hinreichende Ausbildung - vor allem dann, wenn es um Pflegearbeiten in den Privathaushalten geht. Weil dies zu gefährlichen Situationen führen kann, interveniert der Kanton St. Gallen. Dies in Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich, wo die Care-Migration ebenfalls als Problem erkannt wurde.

Beide Kantone setzen nun auf Aufklärung. Mittels Anlaufstellen für jene Leute, die eine Care-Migrantin anstellen, soll auf die möglichen Schwierigkeiten hingewiesen werden. Zudem infomieren die Anlaufstellen über sämtliche relevanten, nicht zuletzt auch arbeitsrechtlichen Faktoren rund um eine Anstellung.

Care-Migrantin

Care-Migrantinnen - das sind Frauen meist aus dem Ostblock, die in den Haushalten älterer Menschen Betreuungs- und zum Teil auch Pflegeaufgaben übernehmen. Günstig, oft illegal und nicht selten ohne eine entsprechende Ausbildung.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Wir haben in Suedafrika sehr viele bestens ausgebildete Care=takerinnen...meist arbeitslos... wer kann die sich leisten. Junge starke Frauen.. man sollte es mal da versuchen. Ich selber benoetige fuer meine Frau welche und die sind einwandfrei und geben sehr viel Liebe bei ihrer Betreung.. DAS wird doch gesucht.. oder?!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen