Dargebotene Hand: Auch in der Ostschweiz nehmen Anrufe zu

Die Zahl der Anrufe auf das grösste Schweizer Sorgentelefon 143 hat im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf über 220'000 zugenommen. Dies teilt der Schweizerische Verband «Die dargebotene Hand» mit. Auch in der Ostschweiz steigt die Zahl der Anrufe, wenn auch weniger stark.

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Bildlegende: Telefon 143 wird auch in der Ostschweiz häufiger benutzt. Keystone

In der Ostschweiz stieg die Zahl der Anrufe vor allem im zweiten Halbjahr 2013. Dies habe wenig mit der dunklen Jahreszeit zu tun, erklärt Nicole Zeiter, Leiterin der Ostschweizer Stelle der «Dargebotenen Hand». Sie erklärt es vielmehr mit diversen Kampagnen im letzten Jahr: ein Sponsorenlauf sowie Werbung in Bus und Kino.

Ausserdem gebe es seit Sommer 2013 auf der renovierten Gmündertobelbrücke zwischen Teufen und Stein in Appenzell Ausserrhoden ein Telefon, das direkt mit der Dargebotenen Hand verbunden sei.

Die Leute seien sich wohl eher bewusst, dass es dieses Angebot gebe, sagt Nicole Zeiter gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Auch in der Ostschweiz kommen zwei Drittel der Anrufe von Frauen, der Hauptteil sei zwischen 40- und 65jährig. Unter 40jährige würden vor allem die Onlineberatung nutzen. Dies entspreche dem Zeitgeist. Schwere Fälle von sexuellem Missbrauch würden von Frauen vor allem auf diesem Weg offenbart.