Stadtparlament Romanshorn Das Volk soll entscheiden

Über eine Reform der politischen Strukturen soll das Volk entscheiden, und nicht der Stadtrat alleine. Das fordern mehrere Ortsparteien der Thurgauer Stadt Romanshorn. Stadtpräsident David H. Bon sieht das anders.

Blick vom Hafen auf Romanshorn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die politischen Strukturen seien zu wichtig, als dass der Stadtrat alleine entscheiden dürfe, so die Parteien. Keystone

Der Romanshorner Stadtrat hat vor kurzem entschieden: Der Stadtrat wird nicht verkleinert und ein Parlament braucht es nicht. Der Entscheid wurde aufgrund eines Berichtes eines externen Beraters gefällt. «Eine Abstimmungsvorlage gäbe es nur, wenn sich das System ändern würde», begründet Stadtpräsident David H. Bon den Entscheid.

Verschiedene Politiker aus Romanshorn sind aber der Meinung, es brauche eine öffentliche Diskussion. Weil das Thema an früheren Gemeindeversammlungen diskutiert worden sei, soll nun auch eine öffentliche Debatte geführt werden.

Die politischen Strukturen der Stadt seien eine zu wichtige Frage, als dass der Stadtrat im Alleingang entscheiden dürfe. Deshalb fordern nun die Ortsparteien der SP und der EVP eine Abstimmung über eine mögliche Strukturreform.

Stadtpräsident David H. Bon sagt, er sei gerne bereit für eine öffentliche Diskussion, beispielsweise an der Gemeindeversammlung. Diese Diskussion müsse aber von den Parteien angeregt werden, weil aus Sicht des Stadtrats schlicht kein Handlungsbedarf bestehe.