Dem Klimawandel per Skype auf der Spur

Die Klimakonferenz in Paris hat das Projekt ausgelöst. Zwei Klassen der St. Galler Kantonsschule am Burggraben befassen sich mit dem Thema Klimawandel. Dazu stehen sie per Skype mit einem Gymnasium im Malawi in Kontakt. Dort sind die Folgen weit gravierender als hier.

St.Galler Kantischüler diskutieren über Klimaschutz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: St.Galler Kantischüler diskutieren über Klimaschutz. SRF / Klaus Ammann

Den Schülern der beiden St. Galler Kantiklassen im Fach Geografie sind die Augen aufgegangen. Während die Klimawandel sich hierzulande vergleichsweise gemächlich vollzieht, sind die Folgen in Malawi im Süden Afrikas weit dramatischer. Das wurde ihnen per Skype im direkten Austausch mit den afrikanischen Schülern in Malawi klar.

Hierzulande eher Luxusprobleme

«Bei uns schmelzen die Gletscher, der Tourismus wird Probleme bekommen. Aber das ist nichts zu den Überschwemmungen mit den Toten dort, die es heute schon gibt», sagt ein Schüler. Und eine Schülerin fügt an, dass der Kontakt ihre Sichtweise verändert habe. «Der Klimawandel ist etwas, dass sich mit den Auswirkungen hier nicht fassen lässt. Wir müssen den Blick aufs Ganze entwickeln.»

Beim Projekt der Kantiklassen wirkt auch das Deza (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) mit. Es sei wichtig, junge Menschen zu sensibilisieren, sagt Daniel Maselli. Denn ohne entsprechendes Wissen und Bewusstsein zu den Veränderungen des Klimas würden politische Entscheide von der Gesellschaft nicht getragen.

Am Montagabend findet das Projekt der Kantiklassen seinen Abschluss. Mit einer zweiten Skypeschaltung, mit Vertretern von der Deza und den Vereinten Nationen, Eltern und anderen Schulklassen und einer grossen Diskussion.