Der Wasserträger aus dem Thurgau

Reto Hollenstein, Radrennfahrer aus Sirnach im Kanton Thurgau, hat in diesem Jahr ein grosses Ziel erreicht. Zum ersten Mal in seiner Karriere konnte auf den Champs Elysées in Paris einfahren und somit die Tour de France auf Rang 75 beenden.

Reto Hollenstein, Radrennfahrer aus dem Thurgau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Reto Hollenstein, Radrennfahrer aus dem Thurgau. Keystone

Reto Hollenstein hofft auch, für das Mannschaftszeitfahren an den Weltmeisterschaften in den USA in zwei Wochen selektioniert zu werden. Auch privat ist dieses Jahr ein Glücksjahr. Im Sommer wurde er Vater eines Buben.

Kind und Tour

Dieser kam kurz vor dem Start zur Tour de France zur Welt. Wie Reto Hollenstein gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz sagt, hatte dieses freudige Ereignis einen so grossen positiven Einfluss auf ihn, dass er die Strapazen der Tour mühelos wegstecken konnte.

Die Tour de France gilt als die härteste Rundfahrt. Er ist stolz, das Ziel in Paris erreicht zu haben. Unbeschreiblich sei es, vor hunderttausenden von Zuschauern in der französischen Hauptstadt einzufahren. Da spielt es keine Rolle mehr, ob man als Gesamterster oder weit hinten in der Tabelle klassiert ist.

Der Helfer

Reto Hollenstein ist gut in die Saison gestartet. In Katar wurde er in der dritten Etappe Zehnter. Dann jedoch warf ihn eine Grippe in seinen Vorbereitungen zurück. Fast drei Wochen lang konnte er nicht auf das Velo. Trotzdem verliefen die Tour de Romandie und die Dauphiné-Rundfahrt zufriedenstellend. Dies war auch der Grund, warum er für die Tour de France nominiert wurde. Mit der Helferrolle kommt er gut zurecht. Es sei nun mal sein Los, für seinen Captain Mathias Frank da zu sein, auch wenn er ab und zu einmal Rennen gewinnen möchte.

In einer Woche startet Reto Hollenstein in Kanada. Anschliessend beginnen die Strassen-Weltmeisterschaften in Richmond in den USA. Für diese Meisterschaften hofft er auf die Selektion für das Mannschaftszeitfahren. Jetzt, wo Fabian Cancellara aus gesundheitlichen Gründen seinen Verzicht bekannt gegeben hat, stehen die Chancen gut für den Thurgauer.