Ein Tanz über die Fähigkeit immer wieder aufzustehen

Frida Kahlo ist die bekannteste Malerin Lateinamerikas. Nach einem Busunglück war sie ein Jahr lang an ihr Bett gefesselt. Die Tanzkompagnie des Theaters St. Gallen lässt Elemente aus der Biografie dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit Revue passieren. Ein Tanz über Schicksal, Liebe, Leiden.

1925 bohrte sich bei einem Busunglück eine Stahlstange durch ihr Becken, so dass Frida Kahlo ihren Alltag fortan immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips oder Stahlkorsett verbringen musste. Um sich zu beschäftigen, begann sie zu malen. Sie heiratete den bekannten Maler Diego Rivera, liess sich aber 1939 von ihm scheiden und flüchtete sich in Alkohol, Affären und ihre Malerei. 1954 starb sie an einer Lungenembolie.

«Ich versuche, in unserer Choreografie eine eigene Tanzebene zu finden, welche der grossen Künstlerin in verschiedenen Farben gerecht wird. Der Tanz darf nicht erdrückt werden von der beeindruckenden Biographie. Frida hat bis zum Ende ihres Lebens nicht den Schmerz gesucht, sondern hat versucht, ihn zu ertragen – auch über die Malerei. Während all dem hat sie das Leben nicht vergessen», beschreibt Choreograf Philipp Egli das Tanzstück.