Electrolux-Areal für einen symbolischen Franken

Der schwedische Küchengeräte-Hersteller Electrolux schliesst Ende 2015 sein Werk in Schwanden. Nun sucht Electrolux zusammen mit der Glarner Standortförderung ein Unternehmen, das Gelände, Produktionsanlage und Belegschaft zu einem Schnäppchenpreis übernimmt.

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Bildlegende: Zwei Fabrikgebäude auf dem 9000 Quadratmeter grossen Areal: Hier produziert Electrolux Küchengeräte. ZVG

Ende Oktober 2014 wurde bekannt, dass die schwedische Firma Electrolux AG den Werkstandort in Schwanden aufgibt. Die Produktion könne nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, begründete das Unternehmen den Schritt.

Symbolischer Preis

Seit Anfang Jahr sucht der Küchengeräte-Hersteller Electrolux zusammen mit der Glarner Standortförderung nach einem Unternehmen, das den Produktionsstandort übernimmt. Der Kaufpreis: «Electrolux ist bereit, einem industriellen Investor das Fabrikgebäude und das Areal zu einem symbolischen Preis zu überlassen», heisst es auf der Webseite www.perspektive-schwanden.ch. Beim Areal handelt es sich um eine Parzelle mit einer Fläche von 9000 Quadtratmetern.

Voraussetzung für den Deal: Das künftige Unternehmen müsse möglichst viele der Arbeiter weiterbeschäftigen, so Martin Kaitz von Electrolux Schwanden: «Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Mitarbeiter übernommen werden.»

Steuererleichterungen

Auch der Kanton Glarus wirbt mit möglichen Sonderkonditionen. So könne das Unternehmen mit Steuererleichterungen rechnen, heisst es auf der Webseite.

Bis kommenden Montag können interessierte Unternehmen ihr Dossier einreichen. Am 16. April steht eine erste Evaluation an, bis Ende März 2015 soll ein Entscheid vorliegen. Eine Betriebsaufnahme könnte bereits im Januar 2016 erfolgen.