FDP-Kandidatur gibt zu reden

Die Ausserrhoder FDP strebt mit dem Herisauer Gemeindepräsidenten Paul Signer einen fünften Sitz in der Regierung an. Dieser Machtanspruch stösst bei den anderen Parteien auf Kritik. Die FDP denkt strategisch.

Das Ausserrhoder Regierungsgebäude von aussen gesehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gleich fünf Büros im Ausserrhoder Regierungsgebäude will die FDP in Zukunft besetzen. zvg

Nach der SVP, die ihren zweiten Sitz in der Regierung mit Inge Schmid verteidigen will, und den Grünen, die Samuel Büechi nominierten, ist nun also auch die Ausserrhoder FDP mit Paul Signer ins Rennen um den freiwerdenden Regierungssitz eingestiegen.

An sich unspektakulär, nur ist die FDP bereits heute mit vier Sitzen in der Regierung vertreten und hat damit die Mehrheit der sieben Sitze. Vier Sitze seien genug, sagt denn auch der SVP-Präsident Edgar Bischof. Die FDP sei damit übervertreten. Dieser Ansicht ist grundsätzlich auch die SP. Trotzdem stellt sie keine eigene Kandidatur. Der FDP-Kandidat sei der valabelste der drei, findet SP-Präsident Yves Balmer.

Er blickt vorallem in die Zukunft. Im Jahr 2015 müssen drei FDP-Regierungsmitglieder aus Altersgründen zurücktreten. Balmer glaubt nicht, dass die FDP dann alle drei Sitze verteidigen kann. Die SP wird in drei Jahren vermutlich einen zweiten Sitz anpeilen.

Diese Ausgangslage ist auch der FDP bewusst und sei mit ein Grund für die Kandidatur zum jetzigen Zeitpunkt, sagt Parteipräsident Hanspeter Blaser. Einen einzelnen Sitz zu erobern, ist einfacher, als drei zu verteidigen. Im übrigen müsse sich jede Partei immer wieder einer Ausmarchung stellen. Für die SVP gelte kein Artenschutz.