Finanzhaushalt-Sorgen der Glarner Regierung nehmen zu

Die Glarner Regierung veranschlagt für 2017 bei Einnahmen von 348 Millionen Franken einen kleinen Ertragsüberschuss von 400'000 Franken. Sorgen bereiten der Regierung die finanziellen Perspektiven der kommenden Jahre.

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Bildlegende: Dunkle Wolken über dem Glarner Budget: Aufnahme von Schwanden im Glarnerland kurz vor einem Gewitter. Keystone / Symbolbild

Das Budget 2017 sei knapp befriedigend, der Finanzplan jedoch schlecht, teilte die Glarner Regierung am Dienstag mit. Der Aufwand von 347,6 Millionen Franken liegt um 4,5 Millionen Franken unter jenem des Budgets 2016. Die Einnahmen dagegen sind um 9 Millionen Franken höher veranschlagt.

Die steigenden Ausgaben im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie im öffentlichen Verkehr stellten für die Finanzhaushalte der 26 Kantone eine grosse Herausforderung dar, schrieb die Glarner Regierung.

Regierungsangaben zufolge gilt es zu berücksichtigen, dass von den Kraftwerken Linth-Limmern ein einmaliger Betrag in der Höhe von fünf Millionen Franken erwartet wird. Ohne diese Einnahme würde das Defizit fast fünf Millionen Franken betragen, betont die Regierung.

Wachsende Defizite

Nach Angaben der Regierung verschlechtert sich die finanzielle Lage des Kantons in den nächsten fünf Jahren zusehends. Der Finanz- und Aufgabenplan weise Defizite in der Grössenordnung zwischen 10 und 15 Millionen Franken aus.