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Ostschweiz Flawa baut Stellen in Flawil ab

Der St. Galler Verbandstoff- und Watteproduzent Flawa lagert einen Teil der Produktion nach Polen aus. Am Standort Flawil werden bis zu 100 Stellen gestrichen.

Legende: Video Flawa baut Stellen in Flawil ab abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 24.01.2013.

Grund für die Massnahme sei der starke Schweizer Franken, schreibt Flawa in einer Mitteilung. Da die Exporte eingebrochen sind, musste die Firma die Produktion in letzter Zeit mehrmals stilllegen.

Flawa-Chef Niklaus Knüsel betont gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz», dass die Geschäftsleitung alle Optionen geprüft habe. Im Verlauf des Sommers habe er dann gemerkt, dass es so nicht weitergehen könne.

Nur mit kosmetischen Korrekturen kriegen wir dieses Schiff nicht mehr auf Vordermann.

Die Watte-Produkte und die Still-Einlagen sollen deshalb in Zukunft in Niederschlesien in Polen produziert werden. Mit der Auslagerung gehen zwei Drittel der Stellen in Flawil verloren. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 150 Mitarbeiter und erarbeitet einen Umsatz von rund 40 Millionen Schweizer Franken.

Die Gewerkschaft Unia traut der Argumentation der Geschäftsleitung nicht. Noch im Jahr 2010 habe sich die Flawa deutlich zum Standort Flawil bekannt, sagt Thomas Wepf von der Unia. «Wenn in so kurzer Zeit die Meinung gewechselt wird, dann muss man schon ein Fragezeichen setzen», sagt Wepf und spricht auch den CEO-Wechsel im vergangenen Sommer an.

Gemeinde bedauert Entscheid

Der Gemeindepräsident von Flawil, Werner Muchenberger, bedauert den Entscheid der Flawa. «Die Flawa trägt den Namen Flawil in ihrer Firmenbezeichnung». Es schmerze, wenn ein solches Traditionsunternehmen so viele Arbeitsplätze abbaue.

Muchenberger will dafür sorgen, dass die leeren Firmengebäude wieder genutzt werden. Eine Industriebrache wolle die Gemeinde verhindern.

Auch der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth drückte gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz» sein Bedauern aus. Der Kanton werde sich für eine sozial verträgliche Lösung einsetzen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Nur tragisch: es trifft unsere Aermsten der Armen... Leute aus Tibet, Sri Lanka, Kurdistan... Nur dank 3-Schichtarbeit, Sonn- und Feiertagszuschlägen brachten diese Gastarbeiter ihre Familien durch und konnten ihren Kindern ausreichende Bildung gewährleisten... Wenn selbst unsere Armee im Ausland shoppt, sind die Konsequenzen absehbar... Es bleibt für die Betroffenen nur noch zu hoffen, dass alle wieder zu Arbeit und Verdienst kommen! STOPPT DIE DEINDUSTRIALISIERUNG IM LAND!
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  • Kommentar von Smokli kokli, Flawil
    Ich finde es wirklich schade fur die flawa ag, sie war eine traditionsreiche firma mit ambitionen . Ja nu so ist halt das leben .... Der euro ist einfach zu tief . 1.40 muss der sein die banken sollen endlich aufwachen, viele firmen / familien gehen so zur grunde.
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  • Kommentar von Fritz Frei, Buriram
    Geht doch gleich alle nach Polen!
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