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Fossilien Das Korallenriff vom Rotsteinpass

Fossil Eoscaphites kuersteineri
Legende: Eine neu entdeckte Ammonitenart hat den Namen von Peter Kürsteiner erhalten: Eoscaphites kuersteineri. Peter Kürsteiner

Dort, wo heute Appenzell und Urnäsch sind, die Schwägalp und der Säntis, dort rauschte vor hundert Millionen Jahren das Ur-Meer Tethys. Knorpelfische schwammen durch das seichte Wasser, man konnte den Hai an seiner Flosse erkennen, Donnerkeil und Ammonshörner zischten durch die Brandung. Heute kann man im Alpstein die Überbleibsel aus dieser Zeit entdecken – als Fossilien.

Eigener Ammonit

In der Nähe der Meglisalp entdeckte der Uzwiler Tierarzt Peter Kürsteiner einen Turrilit, ein 19 Zentimeter grosser Kopffüssler. Auf dem nahen Rotsteinpass konnte er gleich ein ganzes Korallenriff ausmachen. Und auf der St.Galler Seite des Alpsteins, am Semelenberg, fand er sogar eine Art, die bis dahin noch unbekannt war und heute nach ihm benannt ist: Eoscaphites kuersteineri.

Forschungsprojekt im Buch

Normalerweise ist das Sammeln von Fossilien im Alpstein nicht erlaubt. Weil Kürsteiner seine Fossilien der Wissenschaft zur Verfügung stellt, hat er eine Ausnahmebewilligung bekommen. Die Ergebnisse dieser Forschung sind jetzt als Buch erschienen: «Fossilien im Alpstein. Kreide und Eozän der Nordostschweiz» (Appenzeller Verlag).

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