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Ostschweiz Frauenfeld rechnet mit höherem Steuerfuss in zwei Jahren

Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde Frauenfeld verharrt vorläufig bei 60 Prozent. Das Defizit liegt knapp unter der für eine Steuerfussanpassung gesetzten Marke von zwei Millionen Franken. Das könnte sich aber bald ändern.

Griff ins Portemonnaie
Legende: Ab 2019 müssen die Frauenfelder Steuerzahler voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen. Keystone

Das Budget der Stadtverwaltung Frauenfeld für das Jahr 2017 sieht ein Defizit von 1,82 Millionen Franken vor. Dies, nachdem der Stadtrat an mehreren Sitzungen Sparmassnahmen analysiert und Abstriche im Budget vorgenommen habe, wie er in einer Mitteilung schreibt. Allerdings sorgen verschiedene Faktoren für Kostensteigerungen. So zum Beispiel die Beiträge an die Kantonsbibliothek, der Aufbau der neuen Zivilschutzorganisation, die Beiträge an die ambulante und stationäre Betreuung im Bereich Gesundheit und Alter sowie die öffentliche Sozialhilfe.

Aufwand und Ertrag steigen an

Der Aufwand in der Erfolgsrechnung steigt um rund 1,08 Millionen Franken auf 83,98 Millionen Franken. Auch auf der Ertragsseite werden Mehreinnahmen erwartet (+915'000 Franken gegenüber dem Budget 2016). Im Wesentlichen handelt es sich um höhere direkte Steuern und höhere Betriebseinnahmen beim Stadtbus.

Gleichbleibender Steuerfuss für 2017

Dank des vorhandenen Eigenkapitals muss das budgetierte Defizit in der Laufenden Rechnung nicht durch eine Erhöhung des Steuerfusses aufgefangen werden. Allerdings muss voraussichtlich für das Jahr 2019 eine solche Erhöhung ins Auge gefasst werden – als Folge der steigenden Abschreibungen und der Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform III. Er rechne mit einer Steuererhöhung um drei Prozent, sagte Stadtpräsident Anders Stokholm gegenüber Radio SRF.