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Ostschweiz Gemeinden betreuen künftig unbegleitete Flüchtlingskinder

Flüchtlingskinder und Jugendliche, die ohne Begleitung in den Kanton St. Gallen kommen, werden in Zukunft von den Gemeinden betreut und nicht mehr vom Kanton. Darauf haben sich der Kanton und die Gemeindepräsidenten geeinigt.

Legende: Video Betreuung durch die Gemeinden abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 02.06.2016.

Die neue Zuständigkeit soll schrittweise zwischen Oktober 2016 und März 2017 umgesetzt werden, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Dem Begehren der Gemeinden, diese Aufgabe selbst zu erfüllen, werde nach mehreren Verhandlungen entsprochen, heisst es.

Derzeit halten sich 150 sogenannte unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) im Kanton St. Gallen auf. 120 befinden sich in einem speziellen Jugendprogramm im Asylzentrum Thurhof in Oberbüren.

Dieses Programm platze aus allen Nähten, schreibt die Regierung in ihrer Antwort vom Dienstag auf eine Interpellation der SVP-Fraktion im Kantonsrat. Das Jugendprogramm im Thurhof war ursprünglich auf 27 Plätze ausgerichtet und im vergangenen Jahr auf 50 Plätze erweitert worden.

Immer Jüngere kommen allein

Seit der zweiten Jahreshälfte 2014 kamen deutlich mehr Kinder und Jugendliche ohne Eltern als Asylsuchende in die Schweiz. 2014 nahm der Kanton St. Gallen 45 UMA auf, im vergangenen Jahr waren es rund 150. Vermehrt kämen auch sehr kleine Kinder, heisst es. Der Jüngste kam mit sechs Jahren.

Bisher betreut in St. Gallen der Kanton die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, entsprechend einer langjährigen Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden. Im vergangenen November beauftragte der Kantonsrat die Regierung, diese Zuständigkeit für Betreuung und Kosten zu überprüfen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die Bürger, die in der Nähe von Asylbewerberunterkünften wohnen, erwartet die Konfrontation mit ihrer eigenen inneren Verbohrtheit. Wen interessiert was diese selbsternannten Sorgenbürger von sich geben? Niemand, und die Politik auch nicht. So lange sie brav sind und geltendes Recht nicht verletzen, können sie gegen Asylbewerberunterkünfte brüllen, bis sie vor Erschöpfung umfallen. Irrelevant, nicht wert sich damit zu befassen.
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