Tropfensystem St.Gallen Gemeinden wollen bei St. Galler Pförtneranlagen mitreden

Der Kanton St. Gallen plant ein Dosiersystem an den Einfallsachsen in die Stadt. Umliegende Gemeinden kritisieren das Vorhaben. Der Kanton will diese nun besser einbeziehen. Es sei noch nichts in Stein gemeisselt.

Stau vor einem Rotlicht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Verkehr soll in Zukunft tropfenweise in die Stadt fliessen. Keystone

Lichsignale an den Toren der Stadt St. Gallen sollen nur auf Grün stellen, wenn es nicht zu viele Autos in der Stadt hat. Man wartet also am Rand der Stadt im Auto. Wenn man eingelassen wird, dann soll der Verkehr dafür flüssig rollen.

Man wolle den Stau verlagern. Dorthin, wo es weniger Siedlung gebe, heisst es beim Kanton. Je nach Situation wartet damit die Blechlawine aber in einem Vorort.

Die Kritik

  • Boris Tschirky, Gemeindepräsident Gaiserwald SG: «Wir wollen keinen Stau im Dorf.»
  • Reto Altherr, Gemeindepräsident Teufen AR: «Wir wollen mitreden.»
  • Konrad Brühwiler, SVP-Kantonsrat Arbon TG: «Wir wollen nicht an den Toren der Stadt im Auto warten.»

Die Antworten von Sascha Bundi vom Tiefbauamt des Kantons St. Gallen

  • «Wir haben ein Konzept, aber noch keinen Bauplan.» Die Anlagen seien noch nicht fix.
  • «Wir planen nun, die betroffenen Gemeinden besser einzubinden.»
  • «Die Pförtneranlagen sind nur ein Teil eines umfassenden Konzepts mit mehreren Massnahmen.»