Gläubige im Bistum St. Gallen möchten eine Öffnung

Geschiedenen Leuten sollen Sakramente nicht verwehrt und gleichgeschlechtliche Paare vor der Kirche anerkannt werden. Dies zeigen die Antworten aus der Umfrage vom Papst zu Familienthemen. Im Bistum St. Gallen war der Rücklauf der Umfrage sehr gross.

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Bildlegende: Wie steht ihr zu den verschiedenen Familienmodellen? Der Papst fragt seine Gläubigen (Symbolbild) Keystone

Der Papst wollte in einer Umfrage wissen, was seine Gläubigen vom Zusammenleben ohne Ehering halten, was sie über die Verhütung denken oder wie sie zur Heirat von gleichgeschlechtlichen Paaren stehen. Das Ergebnis zeigt, die meisten Katholiken wünschen sich eine Öffnung der Kirche.

Der Leiter vom Pastoralamt des Bistums St. Gallen, Franz Kreissl, ist nicht überrascht über diese Zusammenfassung der Antworten. Er sieht sich bestätigt. Gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» zeigt er sich erfreut, auf dem richtigen Weg zu sein. Im Bistum St. Gallen würden bereits Beratungsstellen für Familienfragen betrieben.

Er macht darauf aufmerksam, dass künftig Akzente gesetzt werden müssen. Denn dieses Ergebnis zeige auch, dass sich zwischen der Lehre der Katholischen Kirche und dem gelebten Glauben eine grosse Schere auftut. Vor dem dürfe die Kirche die Augen nicht verschliessen.