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Ostschweiz Glarner Kantonalbank akzeptiert Urteil nicht

Die Glarner Kantonalbank will mehr Geld von ihren ehemaligen Bankräten und Geschäftsleitungsmitgliedern. Sie macht Rekurs gegen ein Urteil des Kantonsgerichts, welches diese zu 16 Millionen Franken Schadenersatz verpflichtete.

Vor einigen Jahren geriet die Glarner Kantonalbank (GLKB) in finanzielle Schieflage. Der Kanton musste Geld einschiessen, um die Bank zu retten. Verantwortlich dafür seien die damaligen Bankräte, die Geschäftsleitungsmitglieder und die Revisionsstelle, hielt das Kantonsgericht Glarus Ende März fest. Diese müssten dafür gerade stehen und der GLKB 16 Millionen Franken Schadenersatz zahlen.

Volle Schadenssumme bezahlen

Die GLKB teilt nun mit, dass sie mehr Geld wolle. «Trotz des nachgewiesenen Schadens in der Höhe von rund 34 Millionen Franken hat das Kantonsgericht den der Bank zugesprochenen Schadenersatz massiv auf rund 16 Millionen Franken reduziert.» Damit sei die GLKB nicht einverstanden und mache deshalb Rekurs. «Zudem kann auch den Beklagten die volle Schadenssumme zugemutet werden», sagt Verwaltungsrat Urs Gnos gegenüber dem «Regionaljournal Ostchweiz». Dafür seien sie versichert.

Mit ihrem Weiterzug ist die Kantonalbank nicht alleine. Auch die Verurteilten haben angekündigt, dass sie das Urteil nicht akzeptieren. Und wie die Revisionsstelle gegenüber dem «Regionaljournal» bestätigt, will auch sie mit dem Fall ans Glarner Obergericht gelangen. Das Urteil sei ein «Fehlurteil».

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