Herzkrankheiten: Es fehlt an Aufmerksamkeit

In der Ostschweiz gibt es doppelt so viele Herztote wie in der Westschweiz. Laut Kardiologen ein möglicher Grund dafür: Die Bevölkerung lässt weniger Vorsorgeuntersuchungen durchführen.

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Bildlegende: Modell eines Herzens. In Sachen Vorsorge lassen es die Ostschweizer mangeln. Keystone

Hochgerechnet auf 100‘000 Einwohner sind 2013 im Kanton St. Gallen 43 Personen an einem Herzinfarkt gestorben. Das sind laut einer aktuellen Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums doppelt so viele wie in der Westschweiz. Grund dafür könne vieles sein, sagt Hans Rickli, Chefarzt Kardiologie des Kantonspitals St. Gallen. «Ausschliessen können wir unsere Spitalbehandlung. Die ist mindestens gleich gut wie in der restlichen Schweiz», sagt Rickli. Dabei stützt er sich auf eigene Untersuchungen des Kantonspitals.

«  Die Ostschweizer sollten sich mehr um ihre Gesundheit kümmern. »

Hans Rickli
Chefarzt Kardiologie, Kantonspital St. Gallen

Als Hauptproblem sieht Rickli die Vorsorgeuntersuchungen. Diese sind laut ihm in der Ostschweiz zu wenig gefragt. «Die Ostschweizer sollten sich mehr um ihre Gesundheit kümmern. Gesundheitschecks wären eine gute Möglichkeit, das Herzinfarkt-Risiko zu senken.»