Hohe Spitalkosten: Thurgau budgetiert weiter rote Zahlen

Die Thurgauer Regierung rechnet bei den Staatsfinanzen für das Jahr 2016 mit einem Defizit. Der Aufwandüberschuss liege aber im Rahmen der langfristigen Finanzplanung. Die Sparmassnahmen und die Leistungsüberprüfung tragen laut Regierung erste Früchte.

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Bildlegende: Spital Frauenfeld: Die Kosten für die Spitäler belasten die Thurgauer Staatskasse. ZVG

Knapp 8 Millionen-Defizit in der Erfolgsrechnung, in der Gesamtrechnung rund 58 Millionen minus: Die Finanzplanung zeige, dass die Thurgauer Finanzverwaltung herausgefordert sei, sagt Finanzdirektor Jakob Stark bei der Präsentation des Budgets. Trotzdem sei der Staatshaushalt stabil. Dazu beigetragen hätten auch die Massnahmen aus der Leistungsüberprüfung. Trotzdem: Das Ziel einer ausgeglichenen Staatsrechnung verzögere sich, so Stark. Verantwortlich für das budgetierte Defizit sind vor allem die unerwartet hohen Spitalkosten.

Weiterhin grosse Aufgaben

Der Finanzplan 2017 bis 2019 zeige, dass die Ziele aus der Leistungsüberprüfung erreicht werden könnten. Dem langfristigen Ausgleich sei allerdings Sorge zu tragen. Finanzdirektor Jakob Stark: «Die Herausforderungen sind weiterhin gross. Aber ich mag Herausforderungen.»