Kantonalbank-Akten bald im Ausserrhoder Staatsarchiv

Die UBS will die historisch wichtigen Dokumente über die Geschichte der Ausserrhoder Kantonalbank ins Staatsarchiv geben. Jetzt suchen Juristen nach einer Lösung.

Das ehemalige KB-Gebäude in Herisau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im ehemaligen KB-Gebäude in Herisau, heute die UBS-Geschäftsstelle, liegen noch immer die Akten der Bank. Keystone

Mit dem Verkauf der Ausserrhoder Kantonalbank 1996 wurden auch die Akten der Bank an die UBS verkauft. Der Kantonsrat und die Regierung wollen diese schon seit längerem ins Staatsarchiv holen. Sie sind der Meinung, dass diese Akten dem Kanton gehörten.

Die UBS hat sich jetzt bereit erklärt, die «langfristige Überführung von historisch relevanten Unterlagen» des Archives der ehemaligen Kantonalbank ins Staatsarchiv des Kantons sicherzustellen. Eine Fachgruppe der UBS AG und des Kantons soll eine Lösung erarbeiten, heisst es in einer Mitteilung.

Der Regierungsrat will bis in einem Jahr eine Regelung mit der UBS erreichen, schreibt der Kanton. Die Ausserrhoder Kantonalbank wurde vor 19 Jahren an die damalige Schweizerische Bankgesellschaft (SBG) verkauft. Im Besitz der heutigen UBS AG befindet sich nun das Archiv der Kantonalbank aus den Jahren 1877 bis 1996.

«  Die Akten sind für den Kanton von grosser Bedeutung, da die Kantonalbank ein wichtiger Teil der Ausserrhoder Wirtschaft war. »

Roger Nobs
Ratsschreiber AR

Der Kanton hat keine Pläne, die Geschichte der Kantonalbank aufzuarbeiten. Das sei nicht vorgesehen, sagt der Ausserrhoder Ratsschreiber Roger Nobs. Die Aufarbeitung sei primär Sache von Historikern.