Kantone gehen auf Distanz zur Axpo

Der Stromkonzern Axpo steckt wegen der tiefen Strompreise in den roten Zahlen. So mussten jüngst Wertberichtigungen in Milliardenhöhe vorgenommen werden. Im Kanton Zürich überlegt man sich deshalb, aus der Axpo auszusteigen. Auch in der Ostschweiz werden ähnliche Überlegungen angestellt.

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Bildlegende: Gemäss Statuten der Axpo kommen nur die jeweils anderen Kantone als Käufer von Aktien in Frage. Imago

Die Axpo AG gehört den Kantonen Zürich, Aargau, St. Gallen, beiden Appenzell, Thurgau, Schaffhausen, Glarus und Zug oder deren Elektrizitätswerken. Jahrzehntelang bescherte der Stromkonzern seinen Besitzern fette Dividenden. Doch mit der Krise in der Stromwirtschaft sind diese Beteiligungen unrentabel geworden.

Nun denkt mit Zürich erstmals ein Eignerkanton öffentlich über einen Verkauf seiner Beteiligungen nach. «Sollte sich herausstellen, dass die Axpo-Holding für den Kanton keine strategische Bedeutung mehr hat, ist ein Verkauf der kantonalen Aktienbeteiligung grundsätzlich denkbar», zitiert die NZZ die Zürcher Regierung in einem Artikel.

Auch Ostschweizer Kantone überprüfen ihre Beteiligungen

Weiter heisst es im NZZ-Artikel, dass neben Zürich auch weitere Kantone, unter ihnen der Kanton St. Gallen – der über die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) an der Axpo beteiligt ist – ihre Eigentümerstrategie überdenken.

Dasselbe gilt für den Kanton Thurgau, wie der Energiefachmann und Journalist Armin Menzi gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» sagt. Der allfällige Verkauf der Beteiligungen dürfte allerdings nicht einfach sein, da gemäss Statuten nur die jeweils anderen Kantone als Käufer in Frage kommen.