KSSG und Unispital Zürich verstärken Zusammenarbeit

Mit der engeren Zusammenarbeit soll das Kantonsspital St. Gallen in Zukunft mehr Herzoperationen selbst durchführen. Für hochkomplexe Eingriffe am offenen Herzen müssen St. Galler Patienten aber weiterhin nach Zürich reisen.

Ärzte im Operationssaal des Kinderspitals Zürich Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die hochkomplexen Herzoperationen werden in Zürich durchgeführt. Keystone

Dank der Zusammenarbeit sollen die St. Galler Herzspezialisten gewisse Operationen in Zukunft per Videokonferenz mit ihren Zürcher Kollegen vorbesprechen, sagt Spitaldirektor Daniel Germann gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1. So soll das Wissen der Zürcher nach St. Gallen transferiert werden.

Zusätzlich sollen die St. Galler Kardiologen im Sinne eines Austausches bei schwierigen Operationen in Zürich dabei sein. Mittelfristig sollen die Zürcher Spezialisten auch nach St. Gallen reisen und ihre Kollegen hier weiterbilden.

Bis dies möglich sei, brauche es allerdings eine gewisse Aufbauarbeit, sagt Daniel Germann. Er will die Kompetenzen in St. Gallen zwar ausbauen. Dass in St. Gallen irgendwann auch Operationen am offenen Herzen gemacht werden, das glaubt er jedoch nicht.

«So ein Herzzentrum ist wegen des Sparprogramms des Kantons nicht realistisch. Dafür bräuchten wir zusätzliche Spezialisten», erklärt Spitaldirektor Daniel Germann. Die zusätzlichen Operationen, die dank der Zusammenarbeit kommen sollen, die könne das Kantonsspital mit dem aktuellen Personal durchführen.