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Ostschweiz Kunst(Zeug)Haus Rapperswil will mehr Geld

Das Kunst(Zeug)Haus Rapperswil will vom Kanton St. Gallen und der Stadt Rapperswil-Jona deutlich höhere Betriebsbeiträge. Stadt und Kanton zeigen Verständnis, sie wollen aber auch über andere Szenarien diskutieren.

Legende: Audio Der Kanton sagt Ja, aber... abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
01:27 min, aus Regi Ostschweiz vom 13.05.2015.

Der Betrieb des Museums sei trotz Sparbemühungen und intensivem Fundraising defizitär, teilt das Kunst(Zeug)Haus mit. Der Stiftungsrat habe deshalb beim Kanton und der Stadt Gesuche um Erhöhung der jährlichen Betriebsbeiträge auf mindestens je 280'000 Franken eingereicht.

Noch lieber hätte der Stiftungsrat je 365'000 Franken. Zusammen mit den 250'000 bis 300'000 Franken, welche die Stiftung selber generieren kann, ergäbe sich ein genügendes Budget, um den Ausstellungsbetrieb und eine minimale Pflege der Sammlung Bosshard gemäss Stiftungszweck zu sichern, heisst es.

Realistisch gerechnet, brauche es dazu eine Million pro Jahr. Von 2009 bis 2013 hatte der Stifter Peter Bosshard jeweils die Defizite bezahlt. Seither konnte das Museum diese Einschüsse durch Gönner und Sponsoren kompensieren, wie es schreibt. Zudem sprach der Kantonsrat einen Überbrückungsbeitrag von 150'000 Franken.

Finanzielle Lücke

Das Kunst(Zeug)Haus soll mit einem neuen Stiftungsrat und verstärktem Fundraising und Sponsoring eine erfolgreiche Basis bekommen. Laut Stiftungsratspräsident Patrick Sommer, der das Amt vor einem Jahr von Bosshard übernahm, besteht aber immer noch eine Lücke zwischen Auftrag und Finanzierung.

Der Jahresbeitrag, den der Kanton jetzt auf 280'000 bis 365'000 Franken erhöhen soll, lag bisher bei 165'000 Franken. Als der Kantonsrat im vergangenen November den zusätzlichen Überbrückungsbeitrag aus dem Lotteriefonds sprach, gab es auch Kritik.

Die SVP wollte die 150'000 Franken streichen, unterlag aber. Der Kantonsrat und Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, Erich Zoller (CVP), warnte damals davor, der Institution «den Stecker zu ziehen». Die einmalige Sammlung zeitgenössischer Schweizer Kunst habe grosses Potenzial.

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