Liechtensteinern bleibt mehr Geld im Portemonnaie als Schweizern

Bei gleichem Bruttoeinkommen bleibt den Liechtensteinern nach Abzug von Steuern und Haushaltsausgaben ein Drittel mehr Geld zur freien Verfügung als Schweizern. Dies zeigt eine Studie, die im Auftrag der Liechtensteiner Regierung erstellt wurde.

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Bildlegende: Trotz vergleichbaren Lebenshaltungskosten: Den Liechtensteinern bleibt bei gleichem Lohn mehr im Portemonnaie. Keystone

Konkret heisst das: Einer ledigen Person mit einem Bruttolohn von 100'000 Franken im Jahr bleibt im liechtensteinischen Schaan 62'000 Franken zur freien Verfügung. Wohnt diese Person auf der anderen Seite des Rheins im st. gallischen Buchs, dann bleiben ihr unter dem Strich lediglich 49'000 Franken.

Liechtensteiner haben mehr vom Lohn als Schweizer


jährliches Bruttoeinkommen
frei verfügbares Einkommen FL
frei verfügbares Einkommen CH
Differenz
Ledige Person
100'000 Franken
62'000 Franken
49'000 Franken
13'000 Franken
Familie mit zwei Kindern
100'000 Franken
55'000 Franken
45'000 Franken
10'000 Franken

Hauptgrund für den Unterschied ist die Steuerbelastung, die im Fürstentum Liechtenstein deutlich tiefer ist, schreibt die Liechtensteiner Regierung zum Resultat der Studie. Auch die Sozialabgaben sind im Zwergstaat geringer.

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Frei verfügbares Einkommen

Als frei verfügbares Einkommen wurde das Bruttoeinkommen abzüglich Steuern, Sozialabgaben und zwingenden Ausgaben für Wohnen, Essen und Pendeln definiert.

Lebenshaltungskosten fast gleich

Umgekehrt erhalten die Liechtensteiner beispielsweise höhere Kinderzulagen oder Prämienverbilligungen vom Staat.

Anders als vermutet, sind die Lebenshaltungskosten in Liechtenstein praktisch identisch mit jenen in der Schweiz. Lediglich die Wohnkosten sind in Liechtenstein etwas höher als in den meisten Schweizer Gemeinden. Preise für Lebensmittel und Mobilität hingegen sind vergleichbar.