Bundesziel Waldreservate Mehr als die Hälfte ist erreicht

Der Bund möchte bis 2030 zehn Prozent aller Wälder in Reservaten schützen. Die Kantone ziehen fleissig mit. Die einen sind schon fast am Ziel, die anderen stehen vor Herausforderungen.

Ausgangslage: Der Bund möchte die Wälder schützen und bis 2030 zehn Prozent als Reservate ausscheiden. Dabei gibt es Naturwald- und Sonderwaldreservate.

Arten von Reservaten

Naturwaldreservat
In Naturwaldreservaten wird ganz auf forstliche Eingriffe verzichtet, damit sich der Wald wieder natürlich entwickeln kann.
Sonderwaldreservat In Sonderwaldreservaten wird gezielt eingegriffen, um ökologisch wertvolle Lebensräume aufzuwerten und bedrohte Tiere und Pflanzen zu schützen.

Fortschritt in den Kantonen: Es ist Halbzeit. Der Kanton Thurgau hat in den rund zehn Jahren 9/10 des Ziels erreicht. Der Kanton Graubünden 3/4 der geforderten Reservate, mit dem Nationalpark sogar schon mehr als das Ziel. Erst die Hälfte haben die Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden.

Herausforderungen: Gerade im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist es eine Schwierigkeit, da die meisten Waldbesitzer Privatpersonen sind. Das macht es schwieriger, weil die Einrichtung eines Reservats freiwillig ist. Dazu kommen, dass die Pflege aufwändiger sein kann, es einen grossen Papieraufwand gibt und man fast kein Holz mehr verkaufen kann. Es gibt aber Entschädigungen vom Bund und den Kantonen, die helfen, dass das Ziel des Bundes doch erreicht wird.