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Ostschweiz Mehrere Entlassungen nach Eklat im Altersheim

Das Altersheim «Ob dem Holz» im ausserrhodischen Rehetobel hat fünf Mitarbeiterinnen gekündigt. Diese sollen einen wehrlosen Bewohner mit Frauenkleidern entwürdigt haben. Der Kanton untersucht den Fall nun.

Legende: Video Schikane im Altersheim abspielen. Laufzeit 4:25 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.09.2013.

Der Vorfall ereignete sich bereits Ende Juli. Fünf Frauen liessen einen Bewohner rund eine halbe Stunde in Frauenkleidern umhergehen. Sie wollten ihn bestrafen, weil er inkontinent war und sich offenbar auch nicht immer anständig verhielt.

Eine andere Mitarbeiterin griff ein und informierte die Heimleitung. Diese entliess darauf in Absprache mit der Gemeinde Rehetobel die fünf Mitarbeiterinnen. Vier Kündigungen wurden per sofort ausgesprochen.

An einer Medienkonferenz informierten die Gemeinde und die Heimleitung, dass zwei Mitarbeiterinnen bereits im Frühling eine entsprechende Drohung ausgesprochen hätten. Diese wurden daraufhin von der Heimleitung schriftlich verwarnt.

Informationen flossen nicht

Bis gestern hatte die kantonale Heimaufsicht keine Kenntnis vom Vorfall. Die genauen Hintergründen werden nun abgeklärt, sagt Andreas Tinner vom Ausserrhoder Amt für Soziale Einrichtungen gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Tinner überprüft auch, ob eine Strafanzeige eingereicht wird.

Zurzeit stehe aber vor allem der Weiterbetrieb des Heimes im Vordergrund. Dieses hat aufgrund der Kündigungen einen Viertel seiner Mitarbeiter verloren. Es sei aber garantiert, dass die Bewohnerinnen und Bewohner richtig betreut werden können, betont Tinner.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Gehrig, F - Montpellier
    Wer schon einmal auf der geriatrischen Klinik eines Spitals zugesehen hat, wie sich alte Leute wie tobende Kleinkinder benehmen können (z.Bsp. das Tablett mit dem Essen auf den Boden schmeissen), der wird verstehen, dass da erhebliche Stresssituationen entstehen können. Das entschuldigt keine Demütigungen ! Nur sollte man die Situation nicht mit der Anwesenheit von Ausländern erklären wollen. Das ist billig !!
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Es sollten auf jeden Fall weniger Ausländer angestellt werden, denn die hassen die Schweizer.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Auf den ersten Blick scheint die Massnahme angemessen. Um den Sachverhalt als Aussenstehender einigermassen nachvollziehen zu können sind weitere Details notwendig: z.B. Ausbildung, Pensen, Löhne der Betreuerinnen. Was ich nicht glauben kann ist, dass wenn ein Viertel des Personalkörpers fristlos gefeuert wird, dies keine Auswirkungen auf den Pflegebetrieb hat. Wenn dem so ist, dann ist es Punkto oben erwähnter Punkte nicht weit her und es spielt keine Rolle wer diese Arbeiten macht...
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