Methan-Killer im Bodensee

Eine Kooperation zwischen der Universität Konstanz und dem Max-Planck-Institut in Bremen entdeckt die bedeutende Rolle von Nitrat beim Methan-Abbau am Beispiel des Bodensees. Die Studie ist in einem renommierten Wissenschaftsmagazin erschienen.

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Bildlegende: Forscher der Universität Konstanz haben den Bodensee unter die Lupe genommen. Universität Konstanz

Eine hohe Nitratkonzentration führt dazu, dass Gewässer überdüngt werden. In einem nitratarmen «sauberen» See wie dem Bodensee spielt Nitrat hingegen eine wichtige Rolle bei der Stoffumsetzung. Ein Forschungsteam der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen hat herausgefunden, dass der Pflanzennährstoff Nitrat entscheidend zur Oxidation von Methan beiträgt, das im Sediment des Sees produziert wird.

Durch den Oxidationsprozess wird verhindert, dass Methan in grossen Mengen in die Atmosphäre entweicht, wo es als starkes Treibhausgas wirkt. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht.