Schweizer Landeskirchen Mit Prävention gegen Burnout bei Pfarrern

Pfarrermangel, neue Strukturen und veränderte Ansprüche aus der Gesellschaft haben den Beruf des Pfarrers verändert. Viele Seelsorger leiden unter der zusätzlichen Belastung. Die Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons St. Gallen hat deshalb eine Präventionsstelle gegen Burnout eingerichtet.

Zwei reformierte und zwei katholische Pfarrer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sowohl die katholischen als auch die reformierten Pfarrer müssen immer grösseren Arbeitsbelastungen standhalten. Keystone

Ausgangslage: Weil es vielerorts an katholischen und reformierten Pfarrern mangelt, wurden neue, grössere Strukturen geschaffen. Ein Pfarrer betreut so häufig ein grösseres Gebiet zusammen mit einem Team. Weiter haben immer mehr Leute den Anspruch, dass ihre Feste wie Hochzeit oder Abdankungen ganz individuell gestaltet werden.

Problematik: Pfarrer und andere Seelsorger müssen mehr Zeit aufwenden für die Bedürfnisse einzelner, aber vor allem auch für Büroarbeit und Sitzungen mit Mitarbeitenden.

Massnahmen: Die Evangelisch-Reformierte Kirche St. Gallen hat bereits eine Anlaufstelle für Mitarbeiter mit einem Burnout geschaffen. Nun hat sie diese zusätzlich mit einem Präventionsteam ergänzt.
Bei den katholischen St. Gallern und bei beiden Landeskirchen im Kanton Thurgau steht das Thema Burnout nicht im Fokus. Sie vertrauen auf das Engagement der einzelnen Gemeinden und bieten in verschiedenen Bereichen der Seelsorge Unterstützung an.